Social Wall für Firmenevents: Engagement garantiert
Firmenevent-Budgets stehen unter Druck. Gleichzeitig wird erwartet, dass jede Veranstaltung messbare Ergebnisse liefert: höheres Engagement, stärkere Mitarbeiterbindung, mehr Social-Media-Reichweite. Eine Social Wall kann genau diese KPIs bedienen – wenn sie richtig eingesetzt wird.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Social Walls bei Firmenevents funktionieren, welche Unterschiede zu herkömmlichen Photowalls bestehen und worauf Sie bei der Umsetzung achten müssen. Inklusive ROI-Beispiele, DSGVO-Aspekte und einer Case Study aus der Praxis.
Was ist eine Social Wall?
Eine Social Wall ist ein Live-Feed, der Posts aus sozialen Netzwerken in Echtzeit auf einem Bildschirm anzeigt. Während Ihrer Veranstaltung posten Teilnehmer Inhalte mit einem definierten Hashtag – diese erscheinen dann automatisch auf der Wall.
Typische Inhaltsquellen:
- Instagram-Posts und Stories
- Twitter/X-Tweets
- LinkedIn-Updates
- Facebook-Posts
- TikTok-Videos (bei jüngerer Zielgruppe)
Die Wall wird meist auf Großbildschirmen oder LED-Wänden im Veranstaltungsraum präsentiert. Teilnehmer sehen ihre eigenen Beiträge innerhalb weniger Sekunden auf der Leinwand – ein unmittelbares Feedback, das zur weiteren Interaktion motiviert.
Social Wall vs. Photowall: Der Unterschied
Der Begriff wird oft synonym verwendet, technisch gibt es aber wichtige Unterschiede:
Photowall (klassisch):
- Hardware vor Ort: Kamera, Drucker, Tablet
- Fotos werden direkt gemacht und gedruckt/digital angezeigt
- Geschlossenes System ohne Social-Media-Anbindung
- Fokus auf unmittelbare Erlebnis
- Keine externe Reichweite
Social Wall:
- Software-basiert, keine spezielle Hardware nötig
- Aggregiert Content aus Social Media
- Öffentliche Posts erzeugen Reichweite
- Live-Feed in Echtzeit
- Erfordert Moderation und Filter
Hybrid-Lösungen kombinieren beide Ansätze: Eine Fotobox vor Ort erstellt Content, der automatisch mit Event-Hashtag gepostet und auf der Social Wall angezeigt wird. So verbinden Sie das haptische Erlebnis einer Photowall mit der Reichweite von Social Media.
Warum Social Walls bei Firmenevents funktionieren
1. Sofortige Sichtbarkeit schafft Anreize
Menschen posten gerne – besonders wenn sie wissen, dass ihr Content sofort auf einer großen Leinwand erscheint. Dieser „15 Sekunden Fame"-Effekt ist ein starker Motivator.
Praktischer Effekt: Bei einem Sommerfest mit 200 Teilnehmern können Sie mit 40-60 Posts rechnen, wenn die Social Wall gut kommuniziert wird. Ohne Wall-Anzeige sinkt die Posting-Rate erfahrungsgemäß um 60-70%.
2. User Generated Content für Marketing
Jeder Social-Media-Post ist kostenloser Marketing-Content. Mitarbeiter, die mit Firmen-Hashtag posten, erreichen ihre privaten Netzwerke – oft Freunde, Familie, potenzielle Bewerber.
Realistische Reichweite: Ein Post mit 500 Followern erreicht durch den Algorithmus etwa 10-15% organisch, also 50-75 Menschen. Bei 50 Posts kommen Sie auf 2.500-3.750 Impressions außerhalb Ihrer Unternehmens-Kanäle.
3. Messbare Engagement-Kennzahlen
Im Gegensatz zu klassischen Event-Elementen liefert eine Social Wall harte Zahlen:
- Anzahl Posts mit Event-Hashtag
- Erreichte Impressions
- Engagement-Rate (Likes, Comments, Shares)
- Reichweite nach Plattform
- Sentiment-Analyse der Posts
Diese Daten helfen bei der Event-Evaluation und Budget-Rechtfertigung für zukünftige Veranstaltungen.
4. Stärkung der Unternehmenskultur
Wenn Mitarbeiter sehen, wie Kollegen das Event erleben und genießen, entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Die Social Wall wird zur digitalen Wasserkühlerkühle, an der sich alle austauschen.
Wichtig: Dies funktioniert nur, wenn die Unternehmenskultur bereits offen für Social-Media-Nutzung ist. In konservativen Umfeldern kann eine Social Wall auch Unbehagen erzeugen.
Use Cases: Wann sich Social Walls lohnen
Sommerfest & Weihnachtsfeier
Ziel: Stimmung einfangen, Gemeinschaft stärken
Setup: Ein Hashtag (z.B. #AcmeSommerfest2026), ein bis zwei Screens im Hauptbereich, optional eine Fotobox als Content-Generator.
ROI: Schwer in Euro zu messen, aber klare Indikatoren für Event-Erfolg: hohe Posting-Rate = hohe Zufriedenheit. Posts sind später auch internes Employer-Branding-Material.
Produktlaunch oder Pressekonferenz
Ziel: Buzz erzeugen, Reichweite maximieren
Setup: Live-Twitter/LinkedIn-Feed für Journalisten und Influencer, moderiert zur Vermeidung von Negativposts.
ROI: Direkt messbar über Media Monitoring Tools. Vergleichen Sie Reichweite mit und ohne Social Wall bei ähnlichen Events.
Best Practice: Arbeiten Sie mit Pre-Seeded Content – bereiten Sie 5-10 hochwertige Posts vor, die zu Beginn auf der Wall erscheinen. Das zeigt, wie es funktioniert und senkt die Hemmschwelle.
Teambuilding & Offsite
Ziel: Aktivitäten dokumentieren, Remote-Kollegen einbinden
Setup: Hashtag für alle Team-Challenges, Wall im gemeinsamen Aufenthaltsraum. Remote-Kollegen können über Social Media „zuschauen" und kommentieren.
ROI: Höhere Verbundenheit remote arbeitender Teams, dokumentierte Erlebnisse für spätere Onboardings neuer Mitarbeiter.
Karrieremesse oder Recruiting-Event
Ziel: Arbeitgebermarke zeigen, Bewerber aktivieren
Setup: Kandidaten posten Eindrücke vom Stand, bestes Foto gewinnt Preis. Wall zeigt, wie vielfältig und lebendig das Unternehmen ist.
ROI: Schwierig direkt zuzuordnen, aber: Jeder Post erreicht Freunde und Kollegen des Kandidaten – oft genau die Zielgruppe für Recruiting.
Integration mit Social Media: Technische Grundlagen
Plattform-Anbindung
Die meisten Social-Wall-Lösungen nutzen APIs der Plattformen:
- Instagram: Posts mit Hashtag oder von getaggten Accounts
- Twitter/X: Hashtag-basierte Suche in Echtzeit
- LinkedIn: Posts von Firmen-Page oder mit Hashtag (eingeschränkte API)
- Facebook: Nur öffentliche Posts oder Posts von Firmen-Page
Wichtig: Die API-Zugänge ändern sich regelmäßig. Instagram hat 2023 öffentliche Hashtag-APIs stark eingeschränkt. Prüfen Sie vor der Veranstaltung, ob Ihr Tool noch funktioniert.
Hashtag-Strategie
Ihr Event-Hashtag ist der zentrale Filter. Best Practices:
- Kurz und eindeutig: #AcmaSummer26 besser als #AcmeCorpSommerParty2026
- Nicht bereits verwendet: Prüfen Sie auf Social Media, ob der Hashtag schon existiert
- Einfach zu merken: Keine Sonderzeichen, keine komplizierten Schreibweisen
- Firmen-Branding: Integrieren Sie Firmennamen oder Kürzel
Tipp: Drucken Sie den Hashtag auf Tischaufsteller, Rollups und ins Eventprogramm. Erstaunlich viele Teilnehmer wissen nicht, wie Hashtags funktionieren – eine kurze Erklärung am Anfang erhöht die Nutzung deutlich.
Multi-Plattform vs. Fokus
Sie müssen nicht alle Plattformen bespielen. Überlegen Sie, wo Ihre Zielgruppe aktiv ist:
- B2B-Events: LinkedIn + Twitter
- Junge Belegschaft: Instagram + TikTok
- Gemischte Altersgruppen: Instagram + Facebook
Weniger ist manchmal mehr – drei gut moderierte Plattformen sind besser als sechs chaotische Feeds.
Moderation und Content-Filter: Pflicht bei Corporate Events
Dies ist der kritischste Punkt bei Firmenevents. Eine unmoderierte Social Wall ist ein Risiko.
Was kann schiefgehen?
- Unangemessene Inhalte: Alkohol, peinliche Fotos, unprofessionelles Verhalten
- Negative Posts: Kritik am Event, an der Firma, an Vorgesetzten
- Spam: Externe nutzen populären Hashtag für eigene Werbung
- Rechtliche Probleme: Fotos ohne Einwilligung, Urheberrechtsverletzungen
Moderations-Strategien
1. Pre-Moderation (empfohlen für Corporate): Posts erscheinen erst nach manueller Freigabe auf der Wall. Sicherste Variante, aber personalintensiv.
2. Post-Moderation mit KI-Filter: Posts erscheinen automatisch, werden aber nach Keywords und Bilderkennung vorgefiltert. Moderator kann Posts nachträglich entfernen.
3. Whitelist-Modell: Nur Posts von vorab genehmigten Accounts erscheinen. Funktioniert bei kleineren Events mit bekannten Teilnehmern.
4. Delay-Modus: Posts erscheinen mit 30-60 Sekunden Verzögerung, Moderator hat Veto-Recht. Guter Kompromiss zwischen Spontaneität und Kontrolle.
Inhalte-Richtlinien kommunizieren
Machen Sie klar, was erwünscht ist:
- „Teilt eure schönsten Momente mit #AcmeSummer26"
- „Zeigt uns, wie ihr das Event erlebt"
- „Eure Fotos und Posts erscheinen live auf unserer Social Wall"
Und was nicht:
- „Bitte respektiert die Privatsphäre eurer Kollegen"
- „Posts müssen unseren Community-Richtlinien entsprechen"
Rechtlich sind Sie durch diese Kommunikation nicht vollständig abgesichert, aber es reduziert Probleme erheblich.
DSGVO-konforme Umsetzung
Social Walls und Datenschutz – ein komplexes Thema. Zentrale Punkte:
1. Öffentliche Social-Media-Posts
Wenn jemand etwas öffentlich auf Instagram postet, dürfen Sie es grundsätzlich auf Ihrer Wall anzeigen – es ist ja bereits öffentlich. Aber: Bei einem Firmenevent sind viele Teilnehmer Mitarbeiter. Hier gilt besondere Vorsicht wegen des Abhängigkeitsverhältnisses.
Best Practice: Informieren Sie vorab darüber, dass Posts mit Event-Hashtag auf der Social Wall erscheinen können. Das ist keine rechtlich bindende Einwilligung, aber zeigt guten Willen.
2. Fotos von Personen
Auf Social-Media-Posts sind oft Menschen zu erkennen. Das kann problematisch werden:
- Mitarbeiter auf Firmenfotos: Grundsätzlich ist Einwilligung nötig, Ausnahme: Versammlungsaufnahmen wo einzelne nicht im Fokus stehen
- Fotos im Bewerbungskontext: Wenn auf der Wall erscheint, erreicht es potenziell Außenstehende
Lösung: Moderieren Sie streng und entfernen Sie Posts, auf denen einzelne Personen klar identifizierbar sind, ohne dass diese explizit zugestimmt haben. Gruppenfotos sind meist unproblematischer.
3. Datenspeicherung
Speichern Sie Posts nur so lange, wie für den Event-Zweck nötig. Nach dem Event sollten Sie die Daten löschen oder zumindest anonymisieren.
Technisch: Viele Social-Wall-Tools speichern Posts in einer Datenbank. Stellen Sie sicher, dass Sie Löschrechte haben und keine automatischen Backups alles auf Ewigkeit archivieren.
4. Einwilligung bei Fotowänden
Wenn Sie eine Hybrid-Lösung (Fotobox + Social Wall) nutzen, holen Sie am Fotobox-Stand explizite Einwilligungen ein:
- Checkbox „Ich stimme zu, dass mein Foto auf der Social Wall und in Social Media gepostet wird"
- Opt-in, nicht Opt-out
- Einfache Widerrufsmöglichkeit kommunizieren
Praxis-Tipp: Bieten Sie zwei Optionen: „Nur auf der Wall im Raum zeigen" oder „Auch in Social Media posten". So geben Sie Teilnehmern Kontrolle.
5. Internationale Events
Wenn Teilnehmer aus verschiedenen Ländern kommen, wird es kompliziert. DSGVO gilt für EU-Bürger, auch wenn das Event außerhalb der EU stattfindet. Kalifornien hat mit CCPA eigene Regeln.
Empfehlung: Holen Sie Rechtsberatung ein, wenn Sie internationale Corporate Events mit Social Walls planen. Die Strafen für DSGVO-Verstöße sind erheblich.
Branding-Möglichkeiten
Eine Social Wall ist auch ein Branding-Tool. Gestaltungsoptionen:
Visuelle Anpassung
- Firmenfarben: Hintergrund, Rahmen, Elemente in Corporate Design
- Logo: Dezent in der Ecke oder als Wasserzeichen auf jedem Post
- Schriftarten: Corporate Font für Überschriften und Hashtag-Anzeige
- Layout: Grid, Masonry, Slider – wählen Sie ein Layout, das zu Ihrer Marke passt
Wichtig: Überladen Sie nicht. Die Posts der Teilnehmer sollten im Fokus stehen, nicht Ihr Branding.
Content-Elemente
- Firmen-Videos: Zwischen User-Posts können Sie Unternehmensvideos einspielen
- Live-Polls: „Welcher Workshop hat euch am besten gefallen?" mit Live-Voting
- Countdowns: „In 30 Minuten startet der Vortrag von CEO XY"
- RSS-Feeds: Firmennews oder Ticker-Meldungen
Diese Elemente können eine reine Social Wall zur umfassenden Event-Kommunikationsplattform machen.
Offline-Branding
Die Social Wall endet nicht am Bildschirm:
- Hashtag-Signage: Rollups, Tischaufsteller, Bodensticker mit dem Event-Hashtag
- Photo-Opportunities: Gebrandete Hintergründe, wo Teilnehmer Fotos machen sollen
- Staff-Shirts: Personal trägt Shirts mit „Post dein Foto mit #EventHashtag"
Je präsenter der Hashtag im Raum, desto höher die Nutzung.
ROI-Beispiele und Erfolgsmetriken
Wie messen Sie den Erfolg einer Social Wall? Hier sind realistische KPIs:
Quantitative Metriken
Social-Media-Reichweite:
- Anzahl Posts: 30-60 bei 200 Teilnehmern ist gut
- Impressions: 2.000-5.000 pro Event sind realistisch für mittelgroße Firmenevents
- Engagement-Rate: 3-5% (Likes + Comments / Impressions) ist Benchmark
Vergleich: Bei einem Event ohne Social Wall bekommen Firmen-Hashtag oft nur 5-10 Posts von denselben „Social-Media-affinen" Mitarbeitern.
Kosteneinsparung Content-Produktion: User Generated Content ersetzt professionelle Fotos. Rechnen Sie:
- Professioneller Event-Fotograf: 1.500-3.000 Euro
- Social Wall Software: 200-800 Euro (je nach Anbieter)
- 50 hochwertige User-Fotos, die Sie für spätere Zwecke nutzen können
ROI = (Ersparnis Fotograf + Wert der Social-Media-Reichweite) / Kosten Social Wall
Qualitative Metriken
- Sentiment: Sind die Posts positiv, neutral oder negativ?
- Beteiligung verschiedener Abteilungen: Postet nur das Marketing-Team oder auch die Produktion?
- Kreativität: Gibt es besonders kreative oder lustige Posts, die die Unternehmenskultur widerspiegeln?
Tool-Tipp: Nutzen Sie Social-Listening-Tools wie Hootsuite, Brandwatch oder einfaches Google Sheets + manuelle Auswertung.
Langfristige Effekte
- Employer Branding: Nutzen Sie Event-Posts für Karriere-Seite und Recruiting-Kampagnen
- Internal Communication: Best-of-Galerie im Intranet zeigt Mitarbeitern, die nicht dabei sein konnten, wie das Event war
- Event-Dokumentation: Social-Wall-Archive sind lebendige Chronik der Firmenevents
Beispielrechnung:
Event: Firmenjubiläum, 500 Teilnehmer
Kosten Social Wall Setup: 800 Euro
Posts generiert: 120
Durchschnittliche Reichweite/Post: 150 Impressions
Gesamt-Impressions: 18.000
CPM (Cost per Mille): 800 / 18 = 44 Euro
Vergleich bezahlte Social-Media-Ads:
CPM LinkedIn: 30-80 Euro
CPM Instagram: 5-15 Euro
Zusätzlicher Wert:
- Authentischer Content (höherer Trust)
- Mitarbeiter als Markenbotschafter
- Verwendbar für Employer Branding
Bewertung: Positiver ROI
Case Study: Social Wall bei Mittelstands-Unternehmen
Unternehmen: Technologie-Dienstleister, 300 Mitarbeiter, B2B Event: 25-Jahre-Firmen-Jubiläum, 400 Gäste (Mitarbeiter + Kunden) Ziel: Marke emotionalisieren, Kundenbindung stärken
Setup
- Plattformen: Instagram und LinkedIn
- Hashtag: #25JahreTechCorp (Namen geändert)
- Hardware: 2x LED-Wall (3x2 Meter) im Eingangsbereich und bei Catering
- Moderation: Pre-Moderation durch 2 Marketing-Mitarbeiter per Tablet
- Zusatz: Fotobox mit automatischem Instagram-Upload
Durchführung
- Pre-Event: Hashtag 2 Wochen vorher in Einladungen und Newsletter beworben
- Vor Ort: Signage an 8 Stellen, kurze Erklärung durch Moderator zu Beginn
- Anreize: Verlosung von 3x Firmen-Merchandise für beste Posts (Voting auf Social Wall)
Ergebnisse
- 150 Posts (37% Teilnahme-Rate)
- 28.000 Impressions auf Instagram und LinkedIn
- 4,2% Engagement-Rate (überdurchschnittlich gut)
- 32 Posts von Kunden (wichtig für B2B-Bindung)
- 85% positive Sentiment (manuell ausgewertet)
ROI-Bewertung
Kosten:
- Social Wall Software: 600 Euro (Tagesmiete inkl. Support)
- LED-Wall-Miete: 1.200 Euro
- Fotobox: 400 Euro
- Personal-Zeit Moderation: ~400 Euro (8h á 50 Euro)
- Gesamt: 2.600 Euro
Nutzen:
- Ersparnis Event-Fotograf: 2.000 Euro
- Media Value (CPM-Berechnung): ~1.400 Euro
- 85 hochwertige Fotos für Website und Broschüren
- Quantifizierbar: 3.400 Euro
Zusätzlich (nicht quantifiziert):
- Positive Presse: Lokale Zeitung berichtete, nutzte Social-Wall-Fotos
- Employer Branding: 12 Bewerbungen in den Wochen nach dem Event erwähnten Social-Media-Posts vom Jubiläum
- Kundenbindung: Sales-Team berichtete, dass mehrere Kunden das Event als „unvergesslich" bezeichneten
Fazit der Case Study: Klarer Erfolg. Das Unternehmen plant, Social Walls bei allen größeren Events einzusetzen.
Technische Umsetzung: Schritt für Schritt
Sie müssen kein Tech-Experte sein, aber ein grundlegendes Verständnis hilft:
1. Software auswählen
Kommerzielle Lösungen:
- Walls.io: Einfach, gutes Design, ab 49 Euro/Monat
- Taggbox: Viele Integrations-Optionen, ab 99 Euro/Event
- Flockler: B2B-fokussiert, White-Label möglich, ab 99 Euro/Monat
Open Source / Selbstbau:
- Für Tech-affine Unternehmen gibt es Open-Source-Lösungen (z.B. Twitter-Wall-Skripte)
- Erfordert Entwickler-Kapazität und API-Kenntnisse
- Nur sinnvoll, wenn Sie solche Walls regelmäßig nutzen
Kriterien:
- Unterstützte Plattformen
- Moderations-Features
- Design-Anpassung
- DSGVO-Compliance (Server-Standort!)
- Support während Event
2. Hashtag und Accounts einrichten
- Hashtag-Verfügbarkeit prüfen
- Test-Posts absetzen, um zu sehen, ob das Tool sie korrekt anzeigt
- Bei LinkedIn: Firmen-Page-Posting aktivieren
3. Design anpassen
- Firmenfarben, Logo, Font hochladen
- Layout wählen (Grid meist übersichtlicher als Slider)
- Animations-Geschwindigkeit: Nicht zu schnell, Posts sollten 10-15 Sekunden sichtbar sein
- Test mit Dummy-Content
4. Hardware organisieren
Display-Optionen:
- LED-Wand (Verleih): 800-2.000 Euro/Tag, professionell, hell genug für Tageslicht
- Großbild-TV (85-98 Zoll): 300-600 Euro/Tag, günstiger, für kleinere Events
- Beamer + Leinwand: 200-400 Euro/Tag, bei dunkleren Räumen okay
Internet-Verbindung:
- Kritisch! Social Wall braucht stabile Internet-Verbindung
- WLAN-Hotspot als Backup einplanen
- Mobilfunk-Router (LTE/5G) als Notfall-Lösung
Vor Ort prüfen:
- Stromversorgung
- Sichtlinien (kann jeder die Wall sehen?)
- Reflexionen und Lichtverhältnisse
5. Test-Durchlauf
48 Stunden vor Event:
- Kompletter Test mit echten Posts
- Moderation testen
- Display-Einstellungen überprüfen
- Backup-Plan für Internet-Ausfall
6. Während des Events
- Moderator hat Tablet/Laptop mit Admin-Zugang
- Regelmäßig Content-Flow überprüfen (Posts kommen an?)
- Bei Flaute: Motivierende Durchsagen oder Pre-Seeded Content einspielen
7. Nach dem Event
- Statistiken exportieren
- Posts archivieren (mit Lösch-Fristen)
- Best-of-Content für später auswählen
- Learnings dokumentieren für nächstes Event
FAQ: Social Wall für Firmenevents
Wie viele Posts kann ich realistisch erwarten? Faustregel: 15-30% der Teilnehmer posten, wenn die Social Wall gut kommuniziert wird. Bei 200 Personen also 30-60 Posts.
Was kostet eine Social Wall? Software: 0-800 Euro (je nach Tool und Event-Größe) Hardware-Miete: 200-2.000 Euro Personal-Zeit: 4-8 Stunden für Setup + Moderation Gesamt: 500-3.000 Euro für ein typisches Firmenevent
Brauche ich einen Moderator? Bei Firmenevents dringend empfohlen. Unmoderierte Walls sind ein Risiko. Planen Sie mindestens eine Person ein, die während des Events durchgehend moderiert.
Welche Social-Media-Plattform ist die wichtigste? Instagram ist meist die aktivste Plattform bei Firmenevents (außer bei sehr B2B-lastigen Events, da ist LinkedIn wichtiger). Twitter/X ist weniger relevant geworden.
Funktioniert eine Social Wall auch bei Mitarbeitern ohne Social-Media-Affinität? Nur bedingt. Wenn Ihre Belegschaft Social Media kaum nutzt, wird auch eine Wall das nicht ändern. Alternative: Kombinieren Sie mit einer Fotobox, die Posts automatisch erstellt.
Wie gehe ich mit negativen Posts um? Vorab moderieren oder Delay-Modus nutzen. Wenn ein kritischer Post durchrutscht: Ruhig bleiben, Post entfernen, mit Verfasser Kontakt aufnehmen. Vermeiden Sie Streisand-Effekt durch Überreaktion.
Können externe Personen unseren Hashtag missbrauchen? Ja, das ist möglich. Lösung: Moderation mit Whitelist (nur bekannte Accounts) oder geografische Filter (nur Posts vom Event-Ort).
Wie lange sollte eine Social Wall nach dem Event online bleiben? Aus DSGVO-Sicht: So kurz wie möglich. Praktisch: Lassen Sie eine Web-Version 7 Tage online für Nachbetrachtung, dann archivieren oder löschen.
Was mache ich, wenn die Internet-Verbindung ausfällt? Backup-Plan: Lokaler Cache zeigt die bereits geladenen Posts weiter an. Zusätzlich: Mobile-Hotspot als Backup-Verbindung.
Kann ich die Social Wall auch für virtuelle oder hybride Events nutzen? Absolut. Bei hybriden Events ist die Social Wall sogar noch wertvoller, weil sie Remote-Teilnehmer einbindet. Zeigen Sie die Wall im Livestream oder als eingebettetes Element in der Event-Plattform.
Fazit: Social Wall als Event-Investment
Eine Social Wall ist mehr als eine technische Spielerei – richtig eingesetzt ist sie ein Werkzeug für messbares Engagement, authentisches Content Marketing und stärkere Mitarbeiterbindung.
Wann lohnt sich der Einsatz:
- Events ab 100 Teilnehmern
- Social-Media-affine Zielgruppe
- Unternehmen mit offener Kommunikationskultur
- Events mit Reichweiten- oder Branding-Zielen
Wann ist Vorsicht geboten:
- Sehr konservatives Unternehmensumfeld
- Teilnehmer ohne Social-Media-Nutzung
- Events mit sensiblen Themen oder kritischer Stimmung
Erfolgsfaktoren:
- Klare Kommunikation: Hashtag muss überall präsent sein
- Moderation: Unverzichtbar bei Corporate Events
- Anreize: Verlosung oder Gewinnspiel erhöht Beteiligung
- Hybrid-Ansatz: Kombinieren Sie mit Fotobox für mehr Content
- Nachbereitung: Nutzen Sie die Posts für späteres Marketing
Der ROI lässt sich teilweise direkt messen (Reichweite, Content-Ersparnis), teilweise indirekt (Stimmung, Employer Branding). In den meisten Fällen rechtfertigen bereits die harten Zahlen das Investment – die weichen Faktoren sind dann der Bonus.
Wenn Sie Ihre nächste Weihnachtsfeier, Ihren Produktlaunch oder Ihr Teambuilding-Event planen, sollte die Social Wall auf Ihrer Checkliste stehen. Nicht weil es trendy ist, sondern weil es funktioniert.
Über Event-Photowall.com: Wir bieten komplette Lösungen für interaktive Firmenevents – von klassischen Photowalls über Fotoboxen bis zu Social Walls. Mit DSGVO-konformer Umsetzung, professionellem Support vor Ort und individuellen Branding-Optionen. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Ihrem nächsten Event.
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